









Die Arbeit Der Wels im Bett beschäftigt sich mit Aberglauben und magischem Denken. Sie basiert auf einem interviewbasierten Rechercheprozess.
Ich komme aus einer abergläubischen Familie. Die Geschichten, die mir als Kind erzählt wurden vermischten magisch mythische Elemente mit Versatzstücken religiöser Narrative. Ich erfuhr von: Geistererscheinungen, Gestaltwandler*innen, versöhnlichen Hausgeistern, wiedergängerischen Meerschweinchen, hellsichtigen Pfarrern. Ein Familienmitglied wurde inoffiziell heiliggesprochen. In dieser Ausgangslage, die an der Grenze zwischen Faktum und Orakel brüchig geworden war, gab es eine ständig erweiterbare Liste von Handlungsanweisungen, die im Alltag zu beachten waren (und herkömmliche Regeln von Ursache und Wirkung außer Kraft setzten). - Wer bei einer Beerdigung zuletzt die Kirche betritt, stirbt als nächstes etc.
Der Wels im Bett ist im Rahmen einer Residenz im Kunsthaus Oberhausen entstanden. Ich habe die Stadtgesellschaft in den Rechercheprozess einbezogen und Gespräche über die Weiterentwicklung magischer Praktiken und Vorstellungen geführt. Meine Interviewpartner*innen habe ich über einen Aushang, E-mail Verteiler und Ebay Kleinanzeigen gefunden. Ich habe unter anderem mit Wissenschaftler*innen, Künstler*innen, Hexen, einer Altenpflegerin, einer Zahnärztin, Kenner*innen der Astrologie und Numerologie, einer AI-Ingenieurin und einer Anhängerin der neureligiösen Wicca-Bewegung gesprochen.
Aus den Interviews habe ich ein Hörstück und Zeichnungen entwickelt.






Die Arbeit Der Wels im Bett beschäftigt sich mit Aberglauben und magischem Denken. Sie basiert auf einem interviewbasierten Rechercheprozess.
Ich komme aus einer abergläubischen Familie. Die Geschichten, die mir als Kind erzählt wurden vermischten magisch mythische Elemente mit Versatzstücken religiöser Narrative. Ich erfuhr von: Geistererscheinungen, Gestaltwandler*innen, versöhnlichen Hausgeistern, wiedergängerischen Meerschweinchen, hellsichtigen Pfarrern. Ein Familienmitglied wurde inoffiziell heiliggesprochen. In dieser Ausgangslage, die an der Grenze zwischen Faktum und Orakel brüchig geworden war, gab es eine ständig erweiterbare Liste von Handlungsanweisungen, die im Alltag zu beachten waren (und herkömmliche Regeln von Ursache und Wirkung außer Kraft setzten). - Wer bei einer Beerdigung zuletzt die Kirche betritt, stirbt als nächstes etc.
Der Wels im Bett ist im Rahmen einer Residenz im Kunsthaus Oberhausen entstanden. Ich habe die Stadtgesellschaft in den Rechercheprozess einbezogen und Gespräche über die Weiterentwicklung magischer Praktiken und Vorstellungen geführt. Meine Interviewpartner*innen habe ich über einen Aushang, E-mail Verteiler und Ebay Kleinanzeigen gefunden. Ich habe unter anderem mit Wissenschaftler*innen, Künstler*innen, Hexen, einer Altenpflegerin, einer Zahnärztin, Kenner*innen der Astrologie und Numerologie, einer AI-Ingenieurin und einer Anhängerin der neureligiösen Wicca-Bewegung gesprochen.
Aus den Interviews habe ich ein Hörstück und Zeichnungen entwickelt.